Stellen­anzeigen optimieren – Google for Jobs

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Was ist Google for Jobs? 

Google for Jobs mischt in den USA bereits seit zwei Jahren den Online-Stellenmarkt auf. Mit dem neuen Feature können sich Bewerber direkt auf passende Stellen bewerben. Google for Jobs erleichtert die Jobsuche und das Recruiting neuer Mitarbeiter. Seit Mai 2019 gibt es das Tool nun auch in Deutschland.

Doch wie funktioniert Google for Jobs? Welche Anforderungen müssen Unternehmen erfüllen, um dort Stellen zu schalten? Und wie können Arbeitgeber Online-Stellenanzeigen optimieren?

Darin unterscheidet sich Google for Jobs vom Wettbewerber

Ob Indeed, Monster, Xing oder LinkedIn – sie alle sind bekannte Jobbörsen. Unternehmen schalten Stellenanzeigen für deren Plattformbesucher.

Das neue Tool soll nun die Suche erleichtern. Google for Jobs ist keine eigene Jobbörse. Stattdessen bündelt es Stellenangebote an einem für jeden zugänglichen Ort. Je nach individueller Suchanfrage des Nutzers, werden passende Jobs in der Ergebnisleiste angezeigt.

73 % aller Bewerber
starten ihren Bewerbungsprozess mit einer Google-Jobsuche.

Quelle: Google for Jobs

Das funktioniert so: Anhand der Suchanfrage erkennt Google, wenn Nutzer eine neue Jobsuche starten. Die relevantesten Angebote werden identifiziert und auf der Ergebnisseite gelistet. Sie erscheinen unterhalb der Google-Anzeigen in einer blauen Box. Die Suchergebnisse dort sind mit weiteren Informationen angereichert. Es handelt sich hierbei um sogenannte „Enriched Search Results“. Sie sind bereits aus anderen Bereichen bekannt. Etwa bei der Suche nach Rezepten oder Hotels.

Google for Jobs ist kostenlos. Allerdings können Stellenangebote auch nicht selbst in der Job-Box platziert werden. Im Gegensatz zu Google-Anzeigen, die gegen Bezahlung als oberstes Suchergebnis ranken. Wie aber können offene Stellen bei Google for Jobs erscheinen?

Stellenanzeigen schalten:
So funktioniert Google for Jobs

Um eine Stellenanzeige für Google for Jobs zu schalten, müssen bestimmte Anforderungen erfüllt werden. Die wichtigste Voraussetzung ist eine digital veröffentlichte Stellenanzeige.

Google kooperiert mit bekannten Jobbörsen. So erhält Google Zugang auf digital geschaltete Stellenanzeigen. Eine höhere Priorität erhalten Ausschreibungen, die auf Partner-Websites erstellt sind. Google for Jobs registriert jede Stelle nur einmal. Unabhängig davon, wie viele Jobbörsen die Anzeige veröffentlichen.

Eine weitere Voraussetzung ist die Einhaltung der Regeln für gültige Stellenanzeigen. Wer ungültige Jobs veröffentlicht, wird im Ranking abgestraft. Darunter zählen auch Inhalte, die kein offizielles Jobangebot darstellen. Beispiele sind Stellengesuche oder getarnte Werbung sowie Angebote, deren Laufzeit bereits beendet ist.

Jeder 3. Arbeitnehmer
in Deutschland ist geneigt, seinen Job zu wechseln, wenn ein passenderes Angebot verfügbar ist.

Idealerweise verfügt ein gelisteter Job über eine eigene URL. So kann der Google-Crawler sie finden und auslesen. Nach erfolgreicher Indexierung bündelt die Suchmaschine alle gefundenen Jobangebote. Je nach Suchanfrage positioniert sie diese entsprechend ihrer Relevanz. Die passendsten Anzeigen erscheinen in einer Box auf der Ergebnisliste.

Um eine Stellenausschreibung möglichst weit oben zu platzieren, können Unternehmen einfache Maßnahmen treffen. Doch viele Firmen, vor allem kleine und mittelständige Unternehmen, widmen sich noch nicht der Suchmaschinenoptimierung ihrer Website.

Wie Google Stellenanzeigen SEO-konform erstellt werden

Bei der Suchmaschinenoptimierung von Stellenanzeigen spielen zwei Faktoren eine entscheidende Rolle. Erfüllte SEO-Kriterien und die Verwendung strukturierter Daten.

SEO für Stellenanzeigen –
Diese Kriterien müssen erfüllt werden:

  • Daten und Keywords sind korrekt angelegt
  • Die URL hat schnelle Ladezeiten
  • Die Website ist mobile optimiert (responsive)
  • Der Crawler darf nicht blockiert werden
  • Die Crawling-Frequenz sollte hoch konfiguriert sein

Was sind strukturierte Daten nach schema.org?

Die großen Suchdienste unterstützen das Portal schema.org. Dieses stellt für verschiedene Themenbereiche Codes bereit, die passende „Rich Snippets“ erzeugen. Damit sind die Inhaltsauszüge von Websites auf der Ergebnisliste gemeint.

Um bei Google for Jobs zu erscheinen, müssen die XML-Rohdaten nach dem schema.org Typ JobPosting gepflegt werden. Dabei können Informationen über neue Jobs optional hinterlegt werden. Je mehr Daten ein Unternehmen bereitstellt, desto höher die Chance auf eine Position in der Job-Box.

Welche Daten sollten für Google for Jobs bereitgestellt werden?

  • Arbeitsort (bei mehreren Standorten können auch unterschiedliche Standorte hinzugefügt werden)
  • Art der Beschäftigung
  • Dauer des Beschäftigungsverhältnisses
  • Angaben zu Kernarbeitszeiten
  • Gleitzeitenregelung
  • Wochenstunde
  • Home-Office-Regelungen
  • Gehalt
  • Integration von Google Maps
  • Sterne-Bewertungen, z. B. Integration über Xing oder Indeed
  • Verwendung des richtigen Unternehmensnamens
  • Nutzen und Kennzeichnung des Logos (Knowledge-Graph-Karte)

Das Test-Tool für strukturierte Daten kann diese anschließend überprüfen. Sind alle Daten vollständig ausgefüllt? Sind sie für den Crawler erkennbar? Für viele Content-Management-Systeme, etwa WordPress, werden extra Plug-ins angeboten. Sie vereinfachen die Erfassung der erforderten Daten.

Warum eine SEO-konforme Stellenanzeige wichtig ist

Google for Jobs schafft eine neue Möglichkeit der Jobsuche. Gegenüber herkömmlichen Jobportalen bietet sie viele Vorteile. Davon profitieren sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer.

Vorteile für Bewerber

  • Nutzerfreundlichkeit – Offene Stellen werden übersichtlich gebündelt
  • Schnelle Bewerbung mit nur einem Klick Angebote können gespeichert werden
  • Nutzer können individuelle Alerts einstellen. Bei neuen Angeboten erfolgt eine Benachrichtigung an die hinterlegte E-Mail-Adresse
  • Der optimale Anreiseweg wird vorgeschlagen
  • Direkte Weiterleitung zur Website ist möglich
  • Jobanzeigen passen zur Suchanfrage, auch wenn eine Stellenbenennung variiert
  • Relevante Stellenanzeigen werden für Bewerber gefiltert. Die individuelle Suchhistorie wird hierbei berücksichtigt
  • Filtermöglichkeiten nach Branche, Standort, Datum, Sprache, Art, Arbeitgeber sind möglich

Quelle: Google for Jobs

Quelle: Google for Jobs

Vorteile im Recruiting

  • Hohe Reichweite bei potenziellen Mitarbeitern
  • Zeit und Kosten sparen beim „War of Talents“
  • Das E-Recruiting erreicht auch Kandidaten, die nicht aktiv auf Jobsuche sind. Jeder Dritte in Deutschland ist geneigt, seinen Arbeitsplatz zu wechseln. Sofern ein passendes Angebot verfügbar ist.
  • Mit Hilfe von weiteren Tools können Arbeitgeber nachvollziehen, wie Jobsuchende mit der Stellenanzeige interagiert haben.

Google for Jobs hat den Online-Stellenmarkt verändert. Ähnlich wie Google-Shopping das digitale Einkaufsverhalten maßgeblich beeinflusste.

Wer seine Stellenanzeigen selbst einmal testen möchte, dem stellt Google ein Test-Tool zur Verfügung. Einfach die relevante URL einfügen und die bisher verwendeten strukturierten Daten werden erfasst.

Die Vorteile zu bisherigen Jobbörsen sind überzeugend. Mit wenig Aufwand bekommen potentielle Arbeitnehmer relevante Suchergebnisse und Arbeitnehmer müssen nicht mehr zahlreiche Stellenbörsen vergleichen.

Noch mehr profitieren allerdings Unternehmen: Platzierung und Koordination der Stellenanzeigen auf den bekannten Jobbörsen werden für Unternehmen überfällig. Kostenintensive Bewerbermanagement-Tools können eingespart und die Sichtbarkeit in der jeweiligen Zielgruppe selbst durch eine gute Optimierung beeinflusst werden.

Für das HR-Management bietet der neue Dienst ebenfalls viele Vorteile. Stellenanzeigen können kostenlos geschaltet werden. Sie sind gut sichtbar und verfügen über eine starke Reichweite an qualifizierten Bewerbern. Eine günstige und langfristige Alternative zu Online-Jobbörsen.

Wie bereits in den USA zu beobachten ist, werden suchmaschinenoptimierte Stellenanzeigen zukünftig einen entscheidenden Einfluss auf das erfolgreiche Recruiting von Mitarbeitern haben.

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